Warum ich mich für Verium entschieden habe
Ein Interview mit Dominique Wohnlich
Über Dominique Wohnlich
Q: Was hat dich an Verium und unserem Geschäftsmodell überzeugt, einen neuen beruflichen Schritt zu machen?
Dominique Wohnlich: Was mich an Verium besonders angesprochen hat, ist die Kombination aus Unabhängigkeit, unternehmerischer Kultur und einem breiten Kompetenzspektrum. Verium ist kein klassischer Vermögensverwalter und auch keine Bank, sondern eine Plattform, die Wealth Management, Family Office Services, Private Markets, Direktbeteiligungen und Immobilien unter einem Dach verbindet. Gerade diese Breite eröffnet die Möglichkeit, Kunden nicht nur in einzelnen Anlagefragen zu begleiten, sondern ihre Vermögenssituation ganzheitlich, langfristig und mit einem klaren unternehmerischen Blick zu betrachten. Nach vielen Jahren in grossen internationalen Finanzinstituten reizt mich zudem die Nähe zu den Kunden und die direkte Wirkung der eigenen Arbeit. Bei Verium stehen persönliche Beziehungen, Vertrauen, Transparenz und massgeschneiderte Lösungen im Zentrum. Das entspricht sehr stark meinem Verständnis von Vermögensberatung: Es geht nicht um Produkte, sondern um langfristige Partnerschaften, um echtes Verständnis für die Ziele und Werte von Unternehmerfamilien und um Lösungen, die über Marktzyklen hinweg Bestand haben.
Q: Warum jetzt
Dominique Wohnlich: Für mich ist der Zeitpunkt richtig, weil sich die Bedürfnisse vieler vermögender Familien und Unternehmer in den letzten Jahren deutlich verändert haben. Viele suchen heute nicht mehr primär eine klassische Bankbeziehung, sondern einen unabhängigen Sparringpartner, der ihre Interessen konsequent vertritt, verschiedene Anlageklassen integrieren kann und auch komplexe Themen wie Private Markets, Immobilien, Reporting, Liquiditätsplanung oder Nachfolge ganzheitlich versteht. Verium hat aus meiner Sicht genau dafür eine sehr überzeugende Ausgangslage: ein unabhängiges Multi-Family-Office, im Besitz seiner Partner und Mitarbeitenden, einem professionellen Investmentprozess und einem erfahrenen Team. Gleichzeitig ist Verium unternehmerisch genug, um schnell, pragmatisch und kundennah zu handeln. Diese Kombination aus professioneller Plattform und persönlicher, unternehmerischer Kultur ist selten.
Für mich persönlich war auch entscheidend, dass ich nach meiner Zeit in internationalen Organisationen bewusst keine weitere Corporate-Rolle gesucht habe. Ich wollte etwas mitgestalten, bei dem meine Erfahrung, mein Netzwerk und meine unternehmerische Energie direkt Wirkung entfalten können. Bei Verium sehe ich genau diese Möglichkeit.
Q: Welche Rolle spielen persönliche Beziehungen und Vertrauen heute in der Vermögensberatung und wie hat sich diese Rolle im Vergleich zu früher verändert?
Q: Welche Erfahrung aus deiner bisherigen Karriere wird dir in deiner neuen Rolle bei Verium besonders zugutekommen?
Dominique Wohnlich: Persönliche Beziehungen und Vertrauen waren in der Vermögensberatung schon immer wichtig, aber ihre Bedeutung hat zugenommen. Kunden sind heute informierter, kritischer und oft auch anspruchsvoller. Sie erwarten nicht nur Zugang zu Märkten oder Produkten, sondern einen Partner, der ihre individuelle Situation wirklich versteht, Interessen sauber ausrichtet und transparent kommuniziert. Früher stand in vielen Beziehungen stärker die Institution im Vordergrund. Heute zählt aus meiner Sicht wieder stärker die Qualität der persönlichen Beziehung: Wer hört zu? Wer versteht die familiäre und unternehmerische Ausgangslage? Wer ist bereit, langfristig Verantwortung zu übernehmen? Gerade bei Unternehmerfamilien oder Familien nach einem Unternehmensverkauf geht es häufig nicht nur um Performance, sondern auch um Governance, Werte, Vermögenserhalt, Nachfolge, Unabhängigkeit und Sicherheit. Vertrauen entsteht dabei nicht durch die Grösse oder eine Marke allein, sondern durch Kontinuität, Integrität und nachvollziehbare Entscheidungen. Genau hier sehe ich einen grossen Vorteil von Verium.
Dominique Wohnlich: Ich durfte in meiner bisherigen Laufbahn unterschiedliche Perspektiven der Finanzbranche kennenlernen: Private Equity und Private Markets, Wealth Management, die Führung grösserer Organisationen sowie die Betreuung anspruchsvoller Kunden in einem internationalen Umfeld. Besonders wertvoll ist aus meiner Sicht die Verbindung dieser Erfahrungen. Aus der Zeit im Private-Equity-Fund-Geschäft bringe ich ein tiefes Verständnis für Private Markets, Managerselektion, institutionelle Investmentprozesse und langfristige Portfolioüberlegungen mit. Aus meinen Führungsrollen im Wealth Management kenne ich die Bedürfnisse von Unternehmern, Familien und sehr vermögenden Privatkunden sehr gut. Und aus meinen CEO-Rollen habe ich gelernt, wie wichtig Kultur, klare Positionierung, Teamführung und glaubwürdiges Wachstum sind. Bei Verium kann ich diese Erfahrungen zusammenführen. Es geht darum, bestehende Kundenbeziehungen weiterzuentwickeln, neue Kunden und Investoren zu gewinnen und Verium als unabhängigen, unternehmerischen Partner für anspruchsvolle Vermögensfragen noch stärker im Markt zu positionieren.
Q: Was bedeutet das erfolgreiche Closing dieses Continuation Vehicles für Verium?
Marc Erni: Der Abschluss dieser Transaktion ist ein bedeutender Meilenstein für Verium. Seit unserem Einstieg im Jahr 2020 hat sich Sequotech von einem kleinen, lokalen IT-Service Nischenanbieter zu einer breit aufgestellten und erfolgreichen Unternehmensgruppe entwickelt, die heute in der ganzen Schweiz sowie in Deutschland tätig ist. Die Transaktion unterstreicht unsere Strategie, Unternehmen langfristig zu begleiten und gleichzeitig unseren Investoren die Möglichkeit zu geben, einen Teil der erzielten Wertsteigerung zu realisieren. Gleichzeitig stärken wir die Investorenbasis für die nächste Phase des Buy-and-Build-Wachstums. Die grosse Mehrheit der Investoren, das gesamte Managementteam sowie das Verium-Team haben sich neben Sagard erneut finanziell engagiert und sind vom weiteren Wachstumspotenzial von Sequotech überzeugt.
Q: Was unterscheidet dieses zweite Continuation Vehicle vom ersten?
Marc Erni: Das zweite Continuation Vehicle ist als Single-Asset Continuation Fund strukturiert. Das bedeutet, dass nur ein Unternehmen in den neuen Fonds übertragen wurde. Beim ersten Verium Continuation Fund hingegen wurden mit Toradex und Mobil in Time zwei Beteiligungen in die neue Struktur eingebracht. Durch den Verkauf von Mobil in Time sowie die Refinanzierung von Toradex konnten wir bereits nach rund 2.5 Jahren einen Grossteil des investierten Kapitals an die Investoren zurückführen. Gleichzeitig verbleibt mit Toradex ein sehr erfolgreiches Unternehmen im Fund.
Q: Was reizt dich am meisten an der neuen Aufgabe?
Dominique Wohnlich: Am meisten reizt mich, dass ich bei Verium eine echte Aufbau- und Gestaltungsaufgabe übernehmen kann. Verium verfügt bereits über ein starkes Fundament: ein professionelles Team, eine klare Investment-DNA, einen überzeugenden Track Record,, sowie eine glaubwürdige Positionierung als unabhängiges Multi-Family-Office. Gleichzeitig gibt es grosses Potenzial, diese Plattform weiter auszubauen. Viele Unternehmerfamilien suchen genau die Kombination, die Verium bietet. Diese Geschichte noch klarer in den Markt zu tragen und daraus Wachstum zu entwickeln, ist eine sehr spannende Aufgabe. Mich reizt auch die partnerschaftliche Kultur. Es ist etwas anderes, in einer Organisation zu arbeiten, in der Verantwortung, Ownership und langfristiges Denken nicht nur Schlagworte sind, sondern Teil des Geschäftsmodells.
Q: Was möchtest du bei Verium in den kommenden Jahren konkret mitgestalten?
Dominique Wohnlich: Ich möchte dazu beitragen, Verium in der nächsten Wachstumsphase gezielt weiterzuentwickeln. Ein zentraler Schwerpunkt wird sein, das bestehende Netzwerk an Kunden und Investoren zu erweitern, insbesondere Unternehmerfamilien, SingleFamily-Offices und vermögende Privatpersonen, die eine wirklich unabhängige und ganzheitliche Betreuung suchen. Dabei geht es nicht nur um Wachstum um des Wachstums willen. Entscheidend ist, dass Wachstum zur Kultur, Qualität und Positionierung von Verium passt. Ich möchte helfen, die Akquise systematischer zu gestalten, und die verschiedenen Kompetenzbereiche noch stärker miteinander zu verbinden. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Marktpositionierung. Diese Stärken sollen noch sichtbarer und für die relevanten Kundengruppen greifbarer werden. Wenn es uns gelingt, diese Plattform mit der gleichen Sorgfalt weiterzuentwickeln, mit der Verium heute Investments und Kundenbeziehungen betreut, sehe ich sehr viel Potenzial.